Wie wichtig schnelle Hilfe im Notfall ist, zeigte sich eindrucksvoll bei zwei Reanimations‑Kursen, die kürzlich in Deinsen stattfanden. Dank der Unterstützung des DRK‑Kreisverbands, der spezielle Übungspuppen und einen Defibrillator (AED) zur Verfügung stellte, konnten gleich zwei Gruppen geschult werden: einmal die Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner, anschließend die Freiwillige Feuerwehr Deinsen.
Unter der fachkundigen Leitung von Dr. Alina Michael starteten beide Kurse mit einer kompakten theoretischen Einführung: Wie erkenne ich einen Herzstillstand? Wie setze ich einen Notruf richtig ab? Und wie funktioniert ein Defibrillator?
Im Anschluss ging es direkt in die praktische Übung. An jeder Übungspuppe trainierten Teams aus drei Personen die wichtigsten Schritte der Wiederbelebung:
1. Prüfen: Bewusstsein und Atmung kontrollieren
2. Rufen: Notruf absetzen und Hilfe organisieren
3. Drücken: Reanimation mit kräftigen, rhythmischen Kompressionen
Mit viel Engagement, Konzentration und auch einer Portion Humor übten die Teilnehmenden die Abläufe.
Besonderes Augenmerk lag auf dem Defibrillator, der im Dorf bereits vorhanden ist. Auch dieses Gerät wurde im Kurs eingesetzt – allerdings nicht im Ernstfall, sondern zur praktischen Einweisung.
Ziel war es, die Scheu vor dem AED abzubauen und den Teilnehmenden zu zeigen, wie klar und verständlich das Gerät im Notfall anleitet.
Viele waren überrascht, wie unkompliziert die Bedienung ist. „Man muss keine Angst haben, etwas falsch zu machen – der Defi sagt einem genau, was zu tun ist“, war eine häufige Rückmeldung.
Am Ende waren sich alle einig: Die Kurse haben nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Sicherheit und Mut, im Ernstfall beherzt einzugreifen.










